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Edgard Varèses Beziehungen zu Lateinamerika:

Anmerkungen

[1] "Die Panamerikanische [Assoziation] entstand, weil ich bemerkte, dass Europa zum Neoklassizismus zurücktrieb ..." Edgard Varèse zitiert nach Louise Varèse, in: "A Looking-Glass Diary", Band I, London: Eulenburg Books, 1972, 279.
[2] Acario Cotapos (1889 bis 1969) lebte von 1917 bis 1924 und für kurze Zeit 1925 in New York, wo er mehrere Werke zur Uraufführung brachte, darunter "Tres preludios" für Kammerorchester. Bis 1935 lebte er in Paris, wo Varèse sich teilweise auch aufhielt. Cotapos' Musiksprache ist durch eine große Dichte der harmonischen Textur und der Klangfarbe charakterisiert, die von einer dramatischen, dem Expressionismus nahestehende Gestik begleitet wird.
[3] Coriún Aharonián, "Un extraño señor llamado Acario Cotapos", in: Revista Musical Chilena, Jahrgang XLIV, Nummer 173, Januar-Juni, 1990, 116.
[4] Rosaura Revueltas (Herausgeber), Silvestre Revueltas por él mismo, México: Era, 1989, 216, 217, 218, 220, 224, 225.
[5] Odile Vivier, Varèse, Paris: Éditions du Seuil, 1973, 104.
[6] Ebenda, 104.
[7] Alle Amerikas ("Amériques", ein Titel, der ein klares Symbol für neue Ideen und neue Horizonte bezeichnet) sind in diese Definition eingeschlossen, die in den zwanziger und dreißiger Jahren über den ganzen Kontinent verbreitet wurde. In jüngerer Zeit wurde das Adjektiv "amerikanisch" ausschließlich auf eines der Länder dieses Kontinents angewandt. Alle anderen Amerikaner südlich des Rio Bravo wurden periphere Bürger des US-Hinterhofs, und wurden als Zentral-, Süd- oder Lateinamerikaner bezeichnet - die heutigen "Latinos" - und verloren damit ihr Recht, das allumfassende Originaladjektiv zu verwenden, ein Verlust, der nicht nur geographische, sondern auch politische, soziale und ökonomische Unterschiede kennzeichnet.
[8] Zoila Gómez, Amadeo Roldán, Arte y Literatura, La Habana, 1977, 111.
[9] Es handelt sich um afro-kubanische Ballette.
[10] Alejo Carpentier, Varèse vivant, in: Le Nouveau Commerce, Paris, 1980, 21.
[11] Alejo Carpentier, am angegebenen Ort, 21, 22 und 23.
[12] Varèse hielt sich 1924, danach 1927 bis 1933 in Paris auf. Villa-Lobos lebte von 1923 bis 1930 in Paris. Es sollte auch die später erkannte Tatsache erwähnt werden, dass nicht nur Villa-Lobos, sondern auch Chávez in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren seine größte Kreativität entfalten konnte.
[13] Alejo Carpentier, am angegebenen Ort, 22.
[14] Zoila Gómez, am angegebenen Ort, 95.
[15] Laurent Feynerou (Herausgeber), Luigi Nono: Écrits, Paris: Christian Bourgois, 1993, 49.
[16] Es ist zu bedauern, dass neuere Versuche, das Archiv des Orquesta Filarmónica de La Habana diesbezüglich zu konsultieren, fruchtlos geblieben sind, offenbar aufgrund mangelnden Interesses der ansässigen Musikwissenschaft.
[17] Nicolas Slonimsky, Perfect Pitch. A Life Story, New York: Oxford University Press, 1988, 120 und 121.
[18] Graciela Paraskevaídis, Interview mit Jan Williams, Montevideo, 25. November 1999.
[19] Nicolas Slonimsky, am angegebenen Ort, 121.
[20] Veröffentlicht 1931 in Paris und wiederabgedruckt im Programm des Hommage-Konzerts für Amadeo Roldán, das nach seinem frühen Tod in Havanna veranstaltet wurde, in: Zoila Gómez, am angegebenen Ort, 85.
[21] Odile Vivier, am angegebenen Ort, 93.
[22] Fernand Ouellette, Edgard Varèse, Paris: Seghers, 1966, 119.
[23] Georges Charbonnier, Entretiens avec Edgard Varèse, Paris: Pierre Belfond, 1970, 145.
[24] Odile Vivier, am angegebenen Ort, 92.
[25] Alejo Carpentier, am angegebenen Ort, 21 und 22.
[26] Odile Vivier, am angegebenen Ort, 93.
[27] Makis Solomos, Lectures d'Ionisation, in: Percussions, Nummer 40, Jahrgang V/VI, 1995.
[28] José André (1881 bis 1944), Komponist, Lehrer und Argentiniens erster Musikkritiker, gründete 1915 die Sociedad Nacional de Música, später Asociación Argentina de Compositores. Er hatte seine Studien an der Schola Cantorum in Paris zwischen 1911 und 1914 ergänzt (einige Jahre nach Varèse). Seine Musik, in erster Linie Kammermusikwerke und Lieder, ist zunächst durch einen starken französischen Einfluss, der für seine Generation typisch ist, gekennzeichnet und wendet sich danach nationalistischen Idiomen zu. André führte das Gespräch mit Varèse im März 1930 in Paris.
[29] José André, Edgard Varèse y la música de vanguardia, in: La Nación, Buenos Aires, 20. April 1930.
[30] Alejo Carpentier, Un revolucionario de la música: Edgar Varèse, in: Social, Jahrgang 14, Nummer 6, La Habana, April 1931, 20, 81, 90, 92.
[31] Alejo Carpentier, Edgar Varèse escribe para el teatro, in: Social, Jahrgang 14, Nummer 6, La Habana, April 1931, 11, 12, 73.
[32] Omar Corrado, in E-Mail-Korrespondenz mit Graciela Paraskevaídis, 21. November 2000.
[33] Gyula Kosice, Geocultura de la Europa de hoy / Géoculture de l'Europe d'aujourd'hui, Buenos Aires: Ediciones Losange, 1959, 119.
[34] Juan Carlos Paz (1897 bis 1972) ist eine große Figur und einflussreiche Persönlichkeit seiner Zeit. Als bedeutender Komponist, Lehrer, Musikkritiker und Schrifsteller ist er der Autor mehrerer Bücher wie "Arnold Schönberg o el fin de la era tonal", "Introducción a la música de nuestro tiempo" und "La música en los Estados Unidos". Er hat als erster schon 1934 die Zwölftonmusik in Lateinamerika eingeführt. 1937 gründete er die Agrupación Nueva Música zur Förderung und Aufführung zeitgenössischer Musik. In einem polemischen Artikel hielt er die These aufrecht, dass Johann Sebastian Bach niemals existiert habe und dass seine verschiedenen Werke von einem Pool von Komponisten, die bei Kaiser Friedrich II. im Brot standen, geschrieben wurden. Seltsam genug spielte Paz auch eine Rolle in "Invasión", einem Film unter der Regie des Argentiniers Hugo Santiago.
[35] Omar Corrado, Juan Carlos Paz, Textbuch der CD "Inicios de la vanguardia musical en la Argentina", Buenos Aires: Fondo Nacional de las Artes, FNA/V-001, 1998, 24, 25.
[36] Juan Carlos Paz, Introducción a la música de nuestro tiempo, Buenos Aires: Nueva Visión, 1955, zweite Auflage: Buenos Aires: Sudamericana, 1971, 405 und 407.
[37] Juan Carlos Paz, Alturas, tensiones, ataques, intensidades. (Memorias I), Buenos Aires: De la Flor, 1972, 285.
[38] Juan Carlos Paz, Alturas, tensiones, ataques, intensidades. (Memorias II), Buenos Aires: De la Flor, 1987, 186.

 

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