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Brasilianische Manifeste I

Gruppe Música Viva
Manifest 1944 

Die Gruppe Música Viva entsteht als eine Art Tor, das sich der zeitgenössischen Musikproduktion öffnet und aktiv an der geistigen Entwicklung mitwirkt.

Das musikalische Werk als höchste Organisationsform des menschlichen Denkens und Fühlens und als großartigste Verkörperung des Lebens steht in der künstlerischen Arbeit der Grupo Música Viva an erster Stelle.

Música Viva will zeigen, dass in unserer Epoche auch die Musik Ausdruck der Zeit und einer neuen Intelligenz ist, indem sie das moderne Musikschaffen aller Tendenzen und insbesondere des amerikanischen Kontinents mittels Konzerten, Rundfunksendungen, Vorträgen und Veröffentlichungen verbreitet.

Die geistige Revolution, die die Welt heute erlebt, wird ihren Einfluss auf das gegenwärtige Schaffen haben. Die radikale Veränderung, die sich auch in den klanglichen Mitteln bemerkbar macht, ist die Ursache des zur Zeit fehlenden Verständnisses gegenüber der neuen Musik.

Doch die Ideen sind stärker als die Vorurteile!

Deshalb kämpft die Gruppe Música Viva für die Ideen einer neuen Welt, im Glauben an die schaffende Kraft des menschlichen Geistes und an die Kunst der Zukunft. 

1. Mai 1944.

Aldo Parisot, Cláudio Santoro, Guerra Peixe, Egídio de Castro e Silva, João Breitinger, Hans-Joachim Koellreutter, Mirella Vita und Oriano de Almeida.

Original (portugiesisch) in: José Maria Neves: Música Contemporânea Brasileira. Ricordi, São Paulo, 1981. Pág. 94.

Übersetzung aus dem Spanischen von Hans Kupfer.

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Einführung
Manifest I: Gruppe Música Viva, 1944
Manifest II: Gruppe Música Viva, 1946
Manifest III: Música Nova, 1963
Manifest IV: Compositores de Bahia, 1966

 

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